VDP.GROSSE LAGE IM SONNENSCHEIN in Siebeldingen

Die meisten Spitzenlagen der Pfalz befinden sich am Haardtrand, dem Übergang von Pfälzer Wald zur Rheinebene, und wurden durch den von Süden nach Norden verlaufenden Rheingraben meist als Osthänge geformt. Im Queichtal, das bei Siebeldingen aus den Bergen des Pfälzer Waldes kommt und sich in Richtung Rhein zieht, sind die besten Weinberge nach Süden ausgerichtet. Sie liegen 180 bis 225 m über NN und haben 5 bis 20% Hangneigung. 

Durch die Senkung und die Verwerfungen des Rheingrabens und die starke Hebung des Pfälzer Waldes treten im Gebiet um Siebeldingen ganz alte und tiefliegende geologische Formationen zu Tage. Die Böden in der Lage Im Sonnenschein sind deshalb sehr unterschiedlich. 

Leider wurde bei der Umsetzung des Weingesetzes von 1971 nicht auf die geologischen und topografischen Unterschiede geachtet. So blieb von den vielen alten Einzellagen – wie Berg, Forst, Starkenberg, Letten, Rieser, Ganshorn und Zelter – am Ende nur noch die scheinbar klangvollste Lage Im Sonnenschein übrig.

Heute liegen alle Burgunder-Weinberge, deren Spitzenweine als VDP.Große Lage IM SONNENSCHEIN bezeichnet werden,  im Bereich der alten Lagen »Berg« und Im Sonnenschein. Sie stehen auf Muschelkalkboden, der vor 220 Millionen Jahren in der Zeit der Trias entstanden ist. Kalkboden ist die beste Voraussetzung für große Burgunderweine! 

Auf diesem Boden wächst auch der Riesling mit der Bezeichnung IM SONNENSCHEIN. Die Weinberge befinden sich etwas weiter südlich und hießen früher »Rieser« und «Letten«.