Löß-Lehm

Löß entsteht, wenn Schluff und feinster Sand bei fehlender Vegetationsdecke ausgeweht werden und sich nach einem längeren Transport (einige zehn bis mehrere hundert Kilometer) in Bereichen mit dichterer Vegetation wieder ablagern. Nach der Ablagerung werden die Einzelminerale in der Regel durch den leicht mobilisierbaren Kalk- oder Tonanteil miteinander verkittet. Die Lößbildung im Rheintal ist überwiegend auf die pleistozänen Kaltzeiten (vor 15.000 bis 300.000 Jahren) beschränkt.

Der Löß ist eine Formation aus Quarzkörnern mit kalkigen Bruchstücken. Wenn Verwitterung die obere Schicht des Lößes angreift, löst sie dabei den Kalk und bildet Tonminerale. Diese Bodenart wird als Löß-Lehm bezeichnet.

Die äolischen Staubsedimente kann man »Geschenk der Eiszeit« nennen, da die fruchtbaren, kalkreichen Böden hervorragende Mineralstofflieferanten sind, die ausgezeichnet Wasser speichern, was letztendlich einer guten Versorgung der Reben dient. Die mineralreichen Böden bringen kräftige, füllige Weine hervor. Diese sind üppig angelegt, denn auf Löß kommen alle Aromen gut zum Tragen. In der Säure sind sie harmonisch, weil der Kalkanteil dafür sorgt, dass diese gut abgepuffert ist.

Auf Löß- und Lößlehmböden wachsen besonders gut die Reben der Burgundersorten Weißer Burgunder, Grauer Burgunder, Spätburgunder und Chardonnay.