Rundbrief Oktober 2018

Liebe Freunde des REBHOLZ-Weines!

 

Das Jahr 2018 wird uns allen wohl noch ganz lange in Erinnerung bleiben. Nicht so sehr wegen Dieselskandal, verpatzter Fußball-WM oder erfolgreicher Winterolympiade, sondern weil uns die Wettersituation in diesem Jahr einen „Sommer ohne Ende“ beschert, der selbst Mitte Oktober noch zu erleben ist. Nach dem zunächst sehr feuchten, ab Februar dann doch recht kalten Winter begann im April die Schönwetterperiode, so dass man ohne das gewohnte Frühjahr gleich in den Sommer gewechselt zu haben schien. Weil sich das sonnige, warme und trockene Wetter bis zum heutigen Tag fortsetzt, fühlt man sich in ganz Deutschland seither wie in einem endlosen Urlaub in südlichen Gefilden.

Doch welche Auswirkungen hat dieser Bilderbuch-Sommer auf unsere Umwelt, unsere Reben und auf den Wein? Zunächst fällt auf, dass im Laufe der letzten Jahre durch die milderen Winter die Vegetation insgesamt immer früher startet, was überall auch die Gefahr durch Spätfröste deutlich erhöht. Durch den ungewöhnlich späten Rebaustrieb in Folge der Kälteperiode im Februar und März war dieses „neue Risiko“ deutlich geringer. Doch ab Mitte April begann mit im Winter voll aufgefüllten Wasservorräten im Boden und sommerlichen Temperaturen ein Rebenwachstum, wie wir es bisher nur ganz selten erlebt haben. Vergehen erfahrungsgemäß vom Vegetationsbeginn der Reben bis zur Blüte etwa acht Wochen, so war das in diesem Jahr bereits nach einem Monat erreicht. Das „Turbo“-Rebenwachstum ging so lange weiter, bis allmählich die Wasservorräte im Boden aufgebraucht waren. Jedoch war dieser Zeitpunkt sehr unterschiedlich, da die Wasserversorgung sowohl von der Struktur und Gründigkeit der Böden abhängig ist, als auch von der Durchwurzelung der Böden. Alle älteren Reben hatten daher durch ihr breit und tief ausgebildetes Wurzelwerk selbst unter den diesjährigen Bedingungen kaum Probleme mit der Wasserversorgung. Die jüngeren Pflanzen waren dagegen für jeden Tropfen Wasser dankbar.

Eine logische Folge waren deshalb der früheste Erntebeginn seit vielen Jahren und außergewöhnlich gesunde, reife Trauben. Nach zwei Jahrgängen mit sehr kleinen Erträgen haben wir endlich wieder eine mengenmäßig ausgesprochen gute Ernte einbringen dürfen. Sie wird dabei alle Qualitäten bis hin zu edelsüßen Spitzen abdecken, so wie Sie und wir es uns wünschen. Wer noch etwas mehr über den Verlauf der Lese erfahren möchte, kann dies in unserem „Herbsttagebuch“ auf unserer Homepage detailliert nachlesen.

Die Weine das Jahrgangs 2018 werden die ideale Ergänzung zu denen aus den beiden Vorjahren sein. Alle haben einen ganz eigenen, unterschiedlichen Charakter. In den 2016er Weinen sehen wir die Nachfolger der legendären, feinen, eleganten und kühlen Weine aus 2004, 2008 und auch 2010. Dagegen dürften sich die Weine aus diesem Jahr durch ihre reife, klare Frucht und angenehme Säure schon recht früh balanciert, harmonisch und trinkfertig zeigen, ähnlich den Weinen aus 2007 oder 2012. Die Weine des Jahrgangs 2017, gewachsen zwischen diesen beiden Jahrgängen, zeichnen sich durch die seltene Kombination der positiven Eigenschaften von warmen und kühlen Jahrgängen aus. Es sind Weine, die man schon jung sehr gut verstehen und trinken kann, über die man aber vor allem in der Zukunft mit glänzenden Augen sprechen und sie mit allerhöchstem Genuss trinken wird.

Dass nicht nur wir dies so sehen, bestätigen die neuesten Bewertungen unserer Weine von Fachleuten und Weinführern - noch nie hatten wir so viele aktuellen Weine mit so hohen Bewertungen.

Wie gut sich Rebholz-Weine weiterentwickeln, dürfen Sie - wie in den Vorjahren - am zweiten Adventssamstag, dem 8. Dezember, bei unserer „10 Jahre danach“-Probe der Weine des Jahrgangs 2008 erleben. Schon am Vorabend (Freitag, 7. Dezember) könnten Sie mit uns im Sternerestaurant „Marly“ in Mannheim zu Gast sein. Wir werden das 5-Gänge-Menü von Gregor Ruppenthal mit Weinen aus unserer Schatzkammer begleiten. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Mehr Informationen finden Sie auf dem Beiblatt oder erfahren Sie von uns.

Wie immer beraten wir Sie auch gerne bei Ihrer persönlichen Weinauswahl für Sie selbst oder Ihre Freunde. Auf einem Beiblatt haben wir einige Vorschläge für Geschenk- und Probierpakete zusammengestellt, ganz speziell auch wieder einige „gereifte Weine im Großformat“. Selbstverständlich fügen wir - falls gewünscht - allen Geschenksendungen Ihre persönlichen Grüße oder Karten bei.

Ihnen und Ihren Freunden wünschen wir viele frohe Stunden mit dem REBHOLZ-Wein und heute schon ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute fürs kommende Jahr 2019.

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Familie REBHOLZ

 

 

P.S. Kürzlich haben wir Sie durch ein Mailing über unseren kleinen „Web-Shop" informiert, über den Sie ab sofort schnell und bequem Rebholz-Weine online bestellen und sich direkt nach Hause liefern lassen können. Diese zusätzliche Einkaufsmöglichkeit für Sie nennen wir „Wein-online“. Natürlich nehmen wir auch in Zukunft Ihre Bestellung genau so gerne wie gehabt per Telefon oder Mail an. Auf keinen Fall soll diese neue, bequeme Art des Einkaufs Sie daran hindern, uns wie gewohnt ganz „analog“ und persönlich in Siebeldingen zu besuchen und - gerne nach einer Weinprobe - Ihren Wein gleich mitzunehmen.

Unter „www.oekonomierat-rebholz.de“ finden Sie ab sofort unser komplettes Sortiment auch in den digitalen Regalen. Der neu programmierte Hofladen braucht jetzt zu seiner Eröffnung natürlich auch viele Besucher, die ihn ausgiebig testen und durch Anregungen und Kritik zu verbessern helfen!

 

P.P.S. Auf die seit 70 Jahre praktizierte Art und Weise, Sie zweimal im Jahr mit unserem „Rundbrief“ über alles Neue und Wissenswerte aus Weingut, Weinberg, Keller und Familie zu informieren, wollen wir aber deshalb auch zukünftig nicht verzichten!

 

Hier finden Sie alle Rundbriefe aus den vergangenen Jahren.