Die Weinlese ist beendet. Ein kurzes Fazit finden Sie hier

 

Montag, 10. Oktober

Regen und Wind wechseln sich seit gestern Abend ab. Am Morgen sorgt ein wenig Nieselregen für die erste telefonische Absage an unsere Herbsthelfer – allerdings mit der Einschränkung, dass, wenn es nicht mehr weiter regnen sollte, und der Wind weiterhin so böig die Trauben wie ein ganz großer Föhn trocken bläst, wir um die Mittagszeit doch noch ernten würden.
So kommt es auch. Die Weinernte 2011 wird mit der Lese von Muskateller und Gewürztraminer nachmittags um   17 Uhr beendet.

Am 28. Lesetag  - ohne Pause!

 

Sonntag, 9. Oktober

Dass es auch am Sonntag nicht regnen würde, hatten die Wetterberichte schon am Vortag versprochen. Nur die Aussicht, dass in zwei Tagen alles fertig geerntet sein könnte (und das vor dem großen Regen) lässt auch an diesem Sonntagmorgen wieder die Schar treuer, aber inzwischen recht ausgepowerter Lesehelfer sich versammeln, um bei trockenem, recht kühlem Wetter im Kastanienbusch die Arbeit des Vortages fortzusetzen und die restlichen Parzellen abzuernten.
Auch in unserer Siebeldinger Ersten Lage „Ganz Horn“ werden die nach der Vorlese verbliebenen Trauben noch geborgen.

Am Abend beginnt es zu regnen! Ist das der große Regen? Ein guter halber Tag Arbeit verbleibt jetzt noch!

 

Samstag, 8. Oktober

Wie durch ein Wunder verschont der Wettergott auch heute die Pfalz! Vielleicht liebt er die Weine aus dem Kastanienbusch!? Denn heute steht nun die Lese der vom Vortag verbliebenen herrlich reifen, ganz gesunden und goldgelb gefärbten Riesling- Trauben an. Nur sehr selten hatten die Rieslingreben in unserer höchst gelegenen Parzelle bessere Wachstums- und Reifebedingungen!
Die Lese ist sehr anstrengend! Über 100 Rebzeilen gilt es bei einer Steigung von mindestens 30% abzuernten. Die Trauben werden auf dem Rücken in Bütten aus dem Weinberg getragen und oben und unten am Weinberg in die Transportanhänger ausgekippt! Eine wirklich sehr kraftraubende Arbeit für unsere jungen, männlichen Mitarbeiter!
Übrigens der 26. Lesetag – ohne Pause!

 

Freitag, 7. Oktober

Ein geschenkter Tag! Nach den übereinstimmenden Wettervorhersagen, hatte ich am Vorabend schon folgenden Text verfasst:
Regen, wir setzen mit der Weinlese aus. Die erste Pause nach 24 Lesetagen!
Aber im Kelterhaus und Keller gibt es genug Arbeit. Die Maische vom Vortag muss gekeltert werden, der vorgeklärte Most vom „Vorvortag“ wird ins Fass eingelagert, in dem er vergären soll.

Doch es kam alles ganz anders. Die Regenwolken, die über ganz Deutschland hinweg zogen, verschonten uns. Also, schnell weiter ernten! Im Kastanienbusch sollen nun auch die restlichen Pazellen durchgelesen werden und die wertvollen Trauben mit edelfaulen Beeren vor dem fürs Wochenende vorhergesagten Regen gesichert werden. Bei der Fläche von dreieinhalb Hektar im Kastanienbusch dauert dies den ganzen Tag.

Mit der ersten Pause nach 24 Lesetagen wurde es also doch nichts!

 

 

Donnerstag, 6. Oktober

Der Tag, an dem der Regen kommt. Dass irgendwann ein Ende des grandiosen „Sonnenschein, strahlend blauer Himmel“- Wetters kommen muss war klar. Die Frage ist nur: wie viele Stunden können wir heute noch arbeiten, um noch alles „regensicher“ zu machen?
Aber auch heute spielt der Wettergott mit und gibt uns bis 18 Uhr Zeit.

Unter wolkigem Himmel und bei böigem Wind wird zunächst die Lese in den „Muschelkalk“- Rieslingweinbergen abgeschlossen. In unserer ältesten Parzelle, dem Terrassen-Weinberg, Albersweiler Latt, sind die Gewürztraminer zu ernten. Da hier noch keine Vorselektion stattgefunden hat, ist es eine recht aufwändige Arbeit die gewünschten Trauben in der Pergolaanlage zu ernten.
Am  Nachmittag werden im Kastanienbusch Rieslingtrauben mit Edelfäule ausgelesen. Die gesunden Trauben können einen Regen recht gut überstehen.

 

Mittwoch, 5. Oktober

Das Wetter ist -wie angekündigt- wechselhaft. Sogar ein paar Regentropfen fallen am Vormittag.

Heute ist wieder Rieslinglese angesagt! Die Weinberge auf den Muschelkalkböden, darunter auch die „Erste Lage“ Parzellen für das „Im Sonnenschein“ Große Gewächs, werden geerntet. Da sich an manchen Trauben schon eine recht schöne  Edelfäule und Rosinen gebildet haben, werden diese Trauben vorher ausgelesen.
Die ganz reifen, goldgelben Trauben des restlichen Lesegutes sind sehr vielversprechend.

 

Dienstag, 4. Oktober

Ein Tag „Im Sonnenschein“!

Die „Erste Lage“ Weinberge „Im Sonnenschein“ mit den lockerbeerigen Spätburgundertrauben werden geerntet. Da daran so gut wie keine negativen Beeren auszusondern sind, geht die Lese so flott vonstatten, dass danach auch noch Riesling geerntet werden kann.

 

Montag, 3. Oktober

Auch am „Tag der Deutschen Einheit“ wird gearbeitet. Der angekündigte Wetterwechsel lässt keine Pause zu. Damit die Stimmung in der Lesemannschaft trotzdem weiterhin so gut bleibt, gibt es zur Überraschung als Mittagsessen ein kleines „Oktoberfest“ mit allem was dazu gehört. Übrigens der einzige Tag der Weinlese, an dem es auch etwas Bier gibt…

Im Weinberg geht es heute um die Große Gewächs- Qualitäten bei den Weißburgundern. Die Trauben auf den Muschelkalkböden haben fast keine negative Fäulnis. Trotzdem führt nur eine sehr exakte selektive Lese zum gewünschten Ergebnis.

 

Sonntag, 2. Oktober

Das dritte Wochenende, an dem ohne Pause, gearbeitet wird.  Die Qualität der Trauben hat jetzt einen Zustand erreicht, an dem ein Abwarten keine Verbesserung mehr bringt. Außerdem ist nach den tollen Wetterbedingungen der letzten zwei Wochen spätestens Ende der kommenden Woche mit einem Wetterwechsel zu rechnen.

Mit etwas kleinerer Mannschaft wird Weißburgunder gelesen.

 

Samstag, 1. Oktober

Strahlende Gesichter bei unserer Stamm-Mannschaft! „Wir sind Deutsche Weinkönigin!“ Unsere ehemalige Auszubildende Annika Strebel aus dem rheinhessischen Wintersheim wurde gestern Abend zur Deutschen Weinkönigin 2011/12 gewählt. Wir gratulieren und wünschen Ihr alles Gute!

Die Ernte der Chardonnay-Weinberge wird heute abgeschlossen. Auch die Trauben für unsere Burgunder-Cuvée mit dem Namen  „Pi No.“ werden heute gelesen. Da der Wein in kleinen Eichenholzfässern, Barriques, vergoren werden soll, gibt es in den nächsten Tagen viel Arbeit in Kelterhaus und Keller. Alle Fässer - egal ob neu oder schon einmal gebraucht- müssen entsprechend vorbereitet werden.

 

Freitag, 30. September

Bei herrlichem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen gehen die Lesehelfer heute in die Weinberge, die im Vorjahr total vom Hagel zerstört wurden. Die Chardonnay- und Silvaner-Weinberge haben sich gut von dem verheerenden Schaden erholt und ergeben nun ein sehr hochwertiges Lesegut.

 

Donnerstag, 29. September

Das Bilderbuchwetter setzt sich fort. Bis Mitte nächster Woche soll das Spät-Sommer-Märchen mindestens anhalten. Wenn man heute unsere  Stimmung und die Qualitätserwartungen mit denen zu Beginn unserer Lese – also am Anfang dieses Tagebuch - vergleicht, so wird man feststellen, dass sich beides total gedreht. Das ist typisch für die Arbeit des Winzers in der Werkstatt unter freiem Himmel!

Die bisher ständig vor uns hergeschobene Vorselektion in den Gewürztraminer-Weinbergen wird heute erledigt. Dies ist deshalb nicht einfach, weil die rotbraune Beeren des Gewürztraminers kaum von negativ-, bzw. Essig faulen Beeren zu unterscheiden sind. Diese Arbeit ist nichts für Ungeübte!

Am Nachmittag beginnen wir Chardonnay zu ernten. Durch die gegenüber den Burgundersorten lockerere Traubenform war hier eine Vorlese nicht notwendig.

 

Mittwoch, 28. September

Die Spätburgunder-Ernte wird fortgesetzt. Wir ernten jetzt nur die Burgunder –Klone mit der kompakteren Traubenform, die lockerbeerigen Spätburgunder können noch warten.
Bemerkenswert ist die hohe Temperatur der Maische der spät nachmittags gelesen Trauben  von bis zu 30°C. Durch die fast schwarze Beerenfarbe heizen sich die Trauben bei den sommerlichen Temperaturen sehr auf. Im Rotweintank wird allerdings die Maische wieder abgekühlt, damit die Gärung langsam und kontrollierter vonstattengehen kann.

Rieslingtrauben aus zwei Junganlagen bringen Mostgewichte von über 100°Ö.

 

Dienstag, 27. September

Alles fertig für den Rotwein – die Spätburgunderlese beginnt.

Bei herrlichem Sommerwetter werden die ersten Spätburgunder-Trauben für die Rotweinbereitung geerntet. Damit sich der weiße Saft und das Fruchtfleisch rot färben muss die Farbe aus den Beerenschalen gelöst werden. Dies könnte man in einem kontinuierlichen Arbeitsprozess erledigen, indem man die gesamte Maische kurz hoch erhitzt  und sofort wieder zurück kühlt. Damit kann man die roten Farbstoffe aus den Beerenhäuten lösen. Es wird dann ein tiefe dunkle, süße Maische abgepresst und danach vergoren wie Weißweine.
Bei uns jedoch wird die traditionelle Methode der Rotweinbereitung angewandt. Um die Farbstoffe aus den Schalen zu lösen wird die gesamte Maische vergoren. Der in der Gärung entstehende Alkohol löst den Farbstoff. Da Gerbstoffe eine ähnliche chemische Struktur wie Farbstoffe aufweisen werden bei der Maischegärung auch Gerbstoffe (Tannine) gelöst. Die vergorene Maische wird später roter Wein abgepresst.

 

Montag, 26. September

Wir schließen die Rieslinglese in Hainfelds ab. Im Kastanienbusch werden einige junge Parzellen vorgelesen.

 

Sonntag, 25. September

Das Bilderbuch-Herbstwetter lockt nicht nur viele Touristen und Wanderer in die Pfalz. Auch bei uns geht es mit der Lese Weiter voran.

Die Riesling-Weinberge der Schwiegereltern in Hainfeld werden gelesen. Hier ist der Gesundheitszustand besser, als bei vielen Weinbergen im Siebeldinger Queichtal. Auch die Qualitätist vielversprechend.

 

Samstag, 24. September

Bei schönstem Sonnenschein und strahlend blauen Himmel werden aus der Ersten Lage „Ganz Horn-Im Sonnenschein“ die faulen Rieslingtrauben ausgelesen. In diesem Jahr ist Ertragsrebfläche dieser Spitzenlage kleiner, weil etwa 30 ar im Frühjahr neu angepflanzt wurden. Die jungen Reben werden nach dem ersten, sehr kleinen „Jungfern“-Ertrag im nächsten Herbst erst in 2013 einen nennenswerten Ertrag bringen. Bis es soweit ist, sorgen unsere 22-, zw. 28 jährigen Reben für die gewohnten Spitzenqualitäten.

 

Freitag, 23. September

Heute ist der elfte Lesetag. Der Altweiber-Sommer hält an und soll uns bis mindestens Anfang Oktober erhalten bleiben. Inzwischen ist auch wieder eine Mostgewichtszunahme festzustellen, da durch das trockene, sonnige Wetter Wasser aus den Beeren verdunstet und das immer noch intakte Reblaub durch Assimilation den Zuckergehalt weiter ansteigen lässt. Da auch die Säure stabil erscheint, sind wir im Moment nicht unzufrieden!

Mit den von der Fäulnis am meisten betroffenen  Riesling-Weinbergen beginnen wir heute die Weinlese. Die Traubenqualität ist, nach dem Aussortieren der negativen Teile, hoch.

 

Donnerstag, 22. September

Wir können die Vorlese der Muskatellertrauben abschließen. Ein sehr großer Aufwand war hier nötig!

Wir beginnen mit der Rieslinglese, so früh wie noch nie! Aber die hohe Reife der Trauben und der nach wie vor hohe Fäulnisdruck machen diesen Schritt notwendig.

 

Mittwoch, 21. September

Die stabile Wetterlage und die Wettervorhersage für die kommenden Tage lassen hoffen.

Die Muskateller – und Spätburgunder-Vorlese wird fortgesetzt.

Seit Wochenbeginn arbeiten wir mit zwei getrennten kleinen Leseteams.

 

Dienstag, 20. September

Der Altweiber-Sommer kommt!

Heute wird Spätburgunder für Roséwein gelesen. Beim Muskateller ist eine ganz akribische Vorlese notwendig.

 

Montag, 19. September

Das angekündigte Regen-Wochenende ist mit einer deutlich geringeren Wassermenge überstanden, als vorhergesagt und befürchtet. Leider hat sich aber durch die vorhandene Feuchtigkeit, eine nach wie vor starke Wüchsigkeit der Reben  und die ganz frühe Reife der Trauben auch bei weiteren Rebsorten der Gesundheitszustand so verschlechtert, dass wir ohne eine sehr selektive Handlese unsere angestrebten Qualitäten nicht mehr erreichen können.

Die Lage ist nicht ganz so dramatisch, wie Sie dies wahrscheinlich beim Lesen empfinden. Aber die Enttäuschung, dass sich in unserer Werkstatt unter freiem Himmel die Situation so extrem schnell verändern kann, lassen uns und unseren Mitarbeitern die Arbeit der nächsten Wochen nicht unbedingt leichter erscheinen.

Die Weißburgunder Vorlese wird abgeschlossen, die ersten Silvanertrauben komplett gelesen.

 

Sonntag, 18. September

Heute ist ein „Härtetest“ für unsere Mitarbeiter angesagt. Es gilt die „Kulinarische Weinbergswanderung“, organisiert von den Siebeldinger Winzern, an der wir uns von Anfang beteiligen, und die Lese gemeinsam zu bewältigen. Ab 6 Uhr 30 beim ersten Tageslicht hilft die gesamte Stammmannschaft von festen Mitarbeitern, Auszubildenden, Praktikanten, Freunden und Verwandten zunächst den Ausschank im Terrassenweinberg Albersweiler Latt aufzubauen. Danach teilt sich Truppe um entweder den Gästen der Weinbergswanderung Rebholz-Weine anzubieten oder die Vorlese zusammen mit zusätzlichen Lesekräften fortzusetzen.

Leider setzt am Morgen auch leichter Nieselregen ein, der am ganzen Sonntag immer wiederkehrt.

 

Samstag, 17. September

Sonne und Wolken lösen sich ständig ab, aber es bleibt trocken!

Obwohl es Wochenende ist, wird die Vorlese in den  Weißburgunder Weinbergen fortgesetzt.

Durch die kompakte Traubenform ist bei allen Burgundersorten die Gefahr des gegenseitigen Abdrückens von Beeren größer. Obwohl wir im Sommer die Trauben halbiert hatten, um mehr Platz für die verbleibenden Beeren zu schaffen, ist eine Vorlese sinnvoll.

 

Freitag, 16. September

Immer noch trocken! Aber für das Wochenende ist Regen angesagt. Deshalb wollen wir heute weiter unsere Grau-  und Weißburgunder –Weinberge „wetterfest machen“ und durchlesen, d. h. von Fäulnis befallene Trauben abschneiden, die schlechten Traubenteile entfernen und den „guten“ Rest mit nach Hause nehmen.

Leider verschlechtert ein nicht vorgesehener Regenguss nach Beendigung der Lese am Abend die Situation in den Weinbergen noch etwas.

 

Donnerstag, 15. September

Mit der Lese, bzw. Vorlese von Grauburgunder geht es weiter.

Die komplette Lese eines Weinbergs ist im Moment meistens nicht möglich. Denn die angestrebten Qualitäten sind durch die Wasseraufnahme der Beeren noch etwas „verwässert“. Die reifen Beerenhäute sind so elastisch, dass sie sich so dehnen und  Beeren so prall werden können, bis sie platzen oder sich gegenseitig abdrücken. Daraus kann sich dann Fäulnis entwickeln.

 

Mittwoch, 14. September

Weiter geht’s mit der Arbeit in den Sauvignon Blanc Weinbergen. Die Lese dieser Rebsorte wird heute abgeschlossen.

Leider haben die warmen Tage und Nächte zusammen mit der fast im Übermaß vorhandenen Bodenfeuchte den Gesundheitszustand aller Trauben innerhalb weniger Tage deutlich verschlechtert! Jeder Regen und jede weitere warme Nacht können die Verbreitung weiterer Pilzinfektionen und Essigfäule dramatisch weiter voran treiben. Der ständige Blick in die Wetterprognosen gehört nun wieder zum Alltag!

 

Dienstag, 13. September

Es geht los! Der Gesundheitszustand unserer Sauvignon Blanc –Trauben verursacht den frühesten Lesebeginn seit ganz langer Zeit. Da für unseren Sauvignon Blanc-Stil nur perfekte gesunde Trauben verwendet werden können, ist die exakte Selektion aller Trauben notwendig!

 

korea replica phone copy vertu phone vertu replica mobile replica cell phone vertus replica luxury replica phones celular vertu price vertu boutique replica