
Dezember 2011
Zum Jahresende scheint 2011 noch schnell das deutliche Niederschlagsdefizit etwas verringern zu wollen! Damit findet ein auch vom Witterungsverlauf außergewöhnliches Jahr sein entsprechendes Ende.
Der Jahresverlauf im Stenogramm:
viel Schnee im Winter, aber zu wenig Winterfeuchtigkeit; sehr mildes, trockenes Frühjahr sorgt für frühen Austrieb; vom Frost am 4. Mai verschont; sehr frühe Rebblüte; Vegetationsvorsprung von über 6 Wochen – vor dem verregneten und recht kühlen Frühsommer; sehr frühe Traubenreife, aber auch erheblicher Fäulnisdruck zu Beginn der Weinlese; trockene, stabile Wetterlage ab Mitte September sorgte dann für gute Lesebedingungen und sehr gute Weinqualitäten, aber auch für eine ungewöhnliche Trockenheit bis Anfang Dezember.
Dies wird auch durch die Werte unserer Wetterstation bestätigt. Denn die Jahresdurchschnittstemperatur wird mit über 11°C ebenso im absoluten Spitzenfeld liegen wie die 2340 Sonnenscheinstunden oder (bis Mitte Dezember) nur 500 Liter Regen, die die bereits erwähnte Trockenheit erklären.
Unsere Weine aus 2011 liegen im Keller alle noch auf der Hefe. Frühestens Ende Februar werden wir davon trennen und die ersten im März auf die Flasche füllen. Die ersten Weine werden wir Ihnen im April anbieten.
Bis es soweit ist, werden wir Sie immer weiter auf dem Laufenden halten.
November 2011
Im Weinberg stellt sich allmählich die „Winterruhe“ ein. Nach den ersten Frostnächten verlieren die Reben ihre Blätter. Bereits im Sommer haben sie dafür gesorgt, dass ihnen auch Fröste bis minus 20 Grad Celsius wenig anhaben können, sie verholzten ihre Triebe zu winterharten Ruten. Im Frühjahr werden diese dann beschnitten und bilden mit den daran angelegten Knospen – bei Reben Augen genannt- die Grundlage für den nächsten Jahrgang. Bis zum Austrieb im April haben sie nun aber fast ein halbes Jahr Zeit sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln.
Auch im Keller ist es ruhiger geworden. Die zuletzt geernteten Weine gären noch langsam vor sich hin. Bei den bereits vergorenen Weinen wird sich die Hefe in den nächsten Wochen allmählich absetzen, aber auch weiterhinein wertvolles „Lager“ in der Entwicklung der jungen Weine sein. Die Rotweine sind nach ihrer Maischegärung inzwischen gekeltert und werden in den nächsten Wochen in die kleinen Holzfässer –Barriques- zur weiteren Entwicklung und Reifung gefüllt.
Was den Jahrgang 2011 betrifft, sind wir sehr zufrieden. Der „goldene Oktober“ und unsere sehr aufwändige, akribische, selektive Lese haben uns hervorragende Qualitäten beschert.
Mehr Informationen dazu finden Sie unter erstes Fazit der Lese 2011 und in unserem Herbsttagebuch.
Mitte September 2011
Die Lese hat begonnen!
Hier kurz das wichtigste im Überblick:
Es ist (wieder) eine „Achterbahn der Gefühle“. Nach der Euphorie Anfang September kam die Ernüchterung –sprich Fäulnis mit zum Teil sehr starker Essigfäule. Eine ruhige Weinlese gibt es nicht. Alle Weinberge müssen sehr exakt gelesen, bzw. erst einmal vorgelesen werden. Wir lesen zurzeit Non-Stop (auch Samstag und Sonntag), mit zwei Teams zu je 15 Personen. Durch die im Moment wieder steigenden Mostgewichte werden wir mit der Pinot und Chardonnay Lese beginnen. Das Ende könnte schon Mitte Oktober kommen.
Inzwischen sind die problematischsten Weinberge durchgelesen – und die Stimmung im Lese-Team ist wieder spitze!
Anfang September 2011
Die Weinlese steht unmittelbar vor der Tür!
Der Reifeverlauf unserer Trauben ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass wir in Keller und Kelterhaus mit den Vorbereitungen für die Lese beschäftigt sind. In der zweiten Septemberwoche werden wir mit der Lese beginnen. Nur im Jahr 2007 hatten wir noch früher mit der Ernte begonnen.
Eine Aussage über die Qualität des neuen Jahrgangs lässt sich zurzeit nicht machen, da die Witterung der nächsten Wochen noch ganz entscheidend den Gesundheitszustand der Trauben verändern kann. Die Zucker- und Säuregehalte in den Beeren lassen einen eher kräftigen, reifen Weinjahrgang mit milder Säure erwarten.
Wer am Hoffest-Wochenende (10. und 11. September) oder das Wochenende danach zur Kulinarischen Weinbergswanderung Siebeldingen besucht, kann sich in den Weinbergen „vor Ort“ selbst ein Bild vom kommenden Jahrgang machen.
Ab Lesebeginn werden wir Sie wieder mit unserem Herbsttagebuch auf dem Laufenden halten.
August 2011 - eine Vegetation mit zwei Gesichtern!
Mitte Juni stand an dieser Stelle noch: „endlich Regen!“ Ein viel zu trockener Winter und die überdurchschnittlich warme und extrem regenarme Zeit des Frühjahr und Frühsommers hatte bis zu diesem Zeitpunkt die Landschaft in einen so ausgetrockneten Zustand verwandelt, den man meist nur nach ganz heißem, trockenem Sommerwetter im August erlebt.
Dass sich das Wetter ab Mitte Juni dann so grundsätzlich ändern würde, hatten wir zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Vom riesengroßen Vegetationsvorsprung sind inzwischen nur noch etwa acht bis zehn Tage übrig geblieben. Ein Lesebeginn in der zweiten Septemberhälfte zeichnet sich inzwischen immer deutlicher ab. Die Qualität scheint trotz der letzten kühleren und feuchten Wochen immernoch sehr vielversprechend.
Der Jahrgang 2010 hat sich prächtig weiter entwickelt! Selten gab es so elegante, filigrane, feine Weine, die mit ihrer Jahrgangstypischen lebhaften Säure und den niedrigen Alkoholwerten einen ganz außergewöhnlichen Trinkspaß bereiten.
Die beiden 2010er Weißweine aus den kleinen Holzfässern werden, wie die Rotweine aus 2009, noch vor der Lese abgefüllt.
Juli 2011
Im Juni waren wir froh, dass wir endlich Regen hatten, nun hat sich der Monat Juli gerade von der anderen Seite gezeigt.
Wir hatten im Monatsverlauf viel Regen gehabt und auch die Sonne hat einige Wochen Sommerpause gemacht. Für die Reben hat dies momentan noch keinen negativen Einfluss. Ein bisschen Sonne wäre jedoch nun für den Reifeverlauf von Vorteil.
Im Keller hat sich nun auch einiges getan. Die Barriqueweine Chardonnay und PiNo wurden in den letzten zwei Wochen aus den Fässern geholt und werden nun voraussichtlich Anfang August abgefüllt.
Ab November werden diese zwei Weine dann zum Verkauf stehen.
Juni 2011
Endlich Regen!
Nach einer über vier monatigen Trockenzeit hat es am 7. und 8. Juni endlich ergiebig geregnet. Die Weinbergslandschaft sah am Anfang Juni so trocken aus wie sonst nur im August. Die Reben haben aber bisher nicht gelitten, da sie ihre Vegetation erst sehr spät beginnen und deshalb so auch erst spät Wasser verbrauchen. Durch das außergewöhnlich warme Wetter ist die Rebblüte überall abgeschlossen und es entwickeln sich aus kleinen unscheinbaren Blüten allmählich Traubenbeeren. Dafür ist eine ausreichende Wasserversorgung eine ganz wichtige Voraussetzung.
Im Weinberg gibt es aufgrund dieser im Moment gut drei Wochen früheren Rebenentwicklung auch –im wahrsten Sinne des Wortes- alle Hände voll zu tun. Denn es gilt ab jetzt den zukünftigen Ertrag durch Ausschneiden von ganzen Trauben oder Teilen davon dem eigenen und von den Weinliebhabern erwarteten Qualitätsanspruch anzupassen. Eine Arbeit, die nach wie vor nicht mit Maschinen erledigt werden kann und recht aufwändig ist.
Bis aber die ersten Trauben des Jahrgangs 2011 gelesen werden, kann noch viel geschehen. Drücken Sie uns die Daumen, dass auch weiterhin in unserer „Werkstatt unter freiem Himmel“ alles gut geht!
Bis auf die Weine in den kleinen Holzfässern ist die mengenmäßig kleine Ernte des Vorjahres inzwischen abgefüllt und –bis auf die Großen Gewächse- im Verkauf. Ihre frische, klare Art mit ihrer jahrgangstypischen Leichtigkeit und Rasse überzeugen auch schon jetzt, obwohl sie ihr ganzes Potenzial erst in Zukunft zeigen werden!
Mai 2011
In einer „Werkstatt unter freiem Himmel“ ist man auf Gedeih und Verderb dem Spiel der Natur ausgesetzt! Durch die ideale Witterung im April hat auch der Vegetationsstand der Reben momentan einen kleinen Vorsprung. Die Weinberge zeigen sich jetzt in ihrem ersten zart grünen Kleid.
Wie gefährdet jedoch dieses junge Grün der Reben ist, mussten wir erleben, als am Mittwoch früh die Temperaturen in den Minus-Bereich absanken. Bei Sonnenaufgang hatte die Temperatur gerade den gefährlichen Bereich erreicht, der zu Frostschäden an den jungen Rebtrieben führt. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Gegenden der Pfalz konnte bei unseren „hängigen“ Weinbergen diese eisig kalte Luft meist in tiefere Flächen abfließen. Aus diesem Grund konnten uns die „früher erschienen Eisheiligen“ nur bei etwa 10% der Weinberge schädigen. Ein Verlust der im Vergleich zu den mancherorts verheerenden Frostschäden in vielen Teilen Deutschlands verschmerzbar erscheint.
In der nächsten Woche werden wir auch mit dem Abfüllen der 2010er Weißweine beginnen. Sie haben sich toll weiterentwickelt. Nur selten hatten wir solch herrlich leichte Weine, die so viel Trinkspaß bereiten!
April 2011
In den Weinbergen hat sich einiges getan.
Die Reben treiben aus und die Landschaft präsentiert sich in einem saftigen Grün.
Letzte Woche kam es allerdings in einigen Weinbergen zu Frostschäden, da es in der Nacht -1,5°C hatte.
Die Weine aus dem Jahr 2010 liegen momentan noch in den Fässern und werden Mitte Mai in die Flasche kommen und stehen dann ab Anfang Juni 2011 zum Verkauf.
Gerne möchten Wir Sie jetzt schon zu unserer Jahrgangsprobe nach Christi-Himmelfahrt 3. und 4. Juni 2011 im Weingut willkommen heißen. lesen Sie mehr…
Frühjahr 2011
Der Frühling hat nun nicht nur kalendarisch begonnen! Die trockenen, warmen-Tage ab Mitte März haben den Winter rund um Siebeldingen schnell vertrieben und den vielen Mandelbäumen zu ihrer rosa Blütenpracht verholfen. Inzwischen blühen auch viele andere Sträucher und Bäume; Kräuter und Gräser zeigen sich in saftigem Grün.
In den Weinbergen ist der Rebschnitt beendet und das abgeschnittene alte Rebholz ausgehoben. Die verbliebenen Fruchtruten werden nun gebogen und festgebunden. Bis zum Austrieb der Reben –Mitte April- gilt es nun noch den Drahtrahmen für die neue Saison vorzubereiten und fehlende Reben in den Weinbergen zu ersetzen.
Auch im Keller werden wir in den nächsten Wochen wieder aktiv. Im Moment liegen noch alle Weine auf ihrer Hefe. Sie hatten bis jetzt Zeit sich weiter zu entwickeln. Dies hat sich gelohnt: der markante, außergewöhnliche Jahrgangscharakter hat sich verfeinert, die Weine haben ihre elegante, pikante und feine Säure sehr schön integriert und schmecken nun deutlich harmonischer. Deshalb können wir sie bald von der Hefe „abstechen“. Bis zur Flaschenfüllung werden wir ihnen dann aber noch etwas Zeit lassen. Die ersten Weine des Jahrgangs 2011 werden wir dann am ersten Juni-Wochenende bei unseren Probiertagen vorstellen. Bis dahin müssen Sie sich noch gedulden!
Dezember 2010
Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu.
Wir blicken auf die vergangenen Monate zurück und stellen fest, dass auch dieses Jahr anders verlief als die vorausgegangenen.
Fast hatten wir schon vergessen, dass Winter auch sehr lange kalt und schneereich, Sommer so feucht und kühl, eine Rebblüte so verrieselt und Erntemengen so gering sein können. Dachte der ein oder andere Winzer vor zwei, drei Jahren nicht schon, dass es allmählich Zeit wäre, um sich auch mit den mediterranen Reben zu befassen?
Das ist die Natur, von der, mit der und für die wir leben! Aber gerade das lässt uns unsere Profession so spannend erscheinen, und stellt uns Jahr für Jahr vor immer neue, unberechenbare Herausforderungen.
Dafür, dass Sie durch Ihre Freude an unseren Weinen und Ihre Treue zu unserem Haus unsere spannende Arbeit von und mit der Natur unterstützen, möchten wir uns bedanken.
Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Liebe und Gute für 2011.
November 2010
Auch in der Pfalz hält nun der Winter Einzug. Nicht nur die Berge des Pfälzer Waldes sind mit Schnee bedeckt, auch unsere Weinberge sind mit diesem eisig kalten Belag überzogen. Die Reben gehen in den Winterschlaf, aus dem sie erst im April wieder erwachen werden. Hoffentlich erweist sich der Winter nicht als so hart, wie schon häufig vorhergesagt wurde!
Auch im Keller ist es nun ziemlich ruhig. Die 2010er Rotweine werden in die kleinen Holzfässer gefüllt, in denen sie dann bis in den Herbst 2012 reifen können. Zeit zur Entwicklung werden wir der gesamten sehr kleinen Ernte des gerade eingebrachten Jahrgangs gönnen. Dass die Feiertage, und damit auch das gesamte VDP-Maispitzenprogramm, im nächsten Jahr sehr spät liegen (es müsste eigentlich „Junispitzen“ heißen), kommt sicherlich den Weinen mit ihrem sehr ausgeprägten Jahrgangscharakter entgegen.
Doch bevor die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel anstehen wollen wir uns am 11. Dezember bei unserem Spätburgundertag noch der Vielseitigkeit dieser Rebsorte im Zusammenhang mit kleinen Speisen widmen. Mehr Info hier
Zum Vormerken: Stuart Pigott wird in seiner vom BR ausgestrahlten Fernsehreihe „Weinwunder Deutschland“ am 1. Januar (16:30 Uhr) auch über uns berichten. Weitere Infos zu dieser Fernsehreihe finden Sie hier
September 2010
Wie wird der Jahrgang 2010 ist eine häufig gestellte Frage:
Die Antwort darauf ist kurz: „Wir wissen es im Moment noch nicht. Die nächsten Wochen sind für die Qualität, die Menge und den Charakter der Weine entscheidend!“ Auch bei uns war der August ein Monat, in dem die Wasserreserven des Bodens wieder voll aufgefüllt wurden. Jetzt ist es wichtig, dass uns sonniges Wetter eine gute Assimilation und die entsprechenden Zuckergehalte in den Beeren bringt. Trockenes, kühles Wetter würde für gesunde und aromatische Trauben sorgen. Drücken Sie uns die Daumen!
Aber bevor wir mit der Ernte des neuen Jahrgangs beginnen, gibt es für Sie mehrere Gelegenheiten unsere Weine zu probieren. Am ersten Septemberwochende beim „100 Jahre VDP“- Jubiläum in Berlin, am zweiten Wochenende während unseres Hoffestes und eine Woche später bei der „Siebeldinger Kulinarischen Weinbergswanderung“. Oder Sie besuchen uns an nicht so turbulenten Tagen und probieren in aller Ruhe…

